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Ausgangslage

Für nachhaltiges Wohnen, das auch soziale Aspekte gewichtet, gibt es eine grosse Nachfrage. Verschiedenste Projekte, sowohl im ländlichen wie auch im urbanen Raum, sind in den letzten Jahren in der Schweiz entstanden. Solche Projekte sind wichtig durch ihren Pioniercharakter. Keines davon bietet aber Raum für mehr als ein paar hundert Menschen. Grössere Projekte findet man nur im Ausland. In der dicht besiedelten Schweiz bieten sich diesbezüglich weniger Möglichkeiten.


Viele der kleineren Schweizer Projekte befinden sich in der Peripherie der Städte oder abgelegen in ländlichen Regionen. In Egnach, gut gelegen zwischen Arbon und Romanshorn, besteht die Möglichkeit direkt beim Bahnhof grosse Areale zu überbauen, mit denen das neue Ortszentrum massgeblich definiert wird. Egnach besteht aus vielen verschiedenen Ortsteilen und Weilern und verfügt über kein eigentliches Zentrum. Die Entwicklung, die rund um den Bahnhof erfolgt, ist darum wesentlich für Egnach. 


Es besteht die Chance ein Leuchtturmprojekt für die ganze Schweiz zu schaffen, das über die Landesgrenzen hinaus ausstrahlen wird. Dies wird möglich, wenn die Siedlungen ausserordentliche Qualität in Bezug auf Nachhaltigkeit und dem Raumprogramm und den Gewerbenutzungen innovativ sind. Egnach möchte enkeltauglich, respektive zukunftsfähig werden. Dafür führte die Gemeinde 2019 einen Mitwirkungsprozess durch. Daraus sind verschiedene Projekte entstanden. Unabhängig davon möchte eine Gruppe von Egnacherinnen und Egnachern im Schloss Luxburg ein Nachhaltigkeitszentrum schaffen. Dies ist ein guter Boden für weitere Nachhaltigkeitsprojekte, respektive letztendlich ein nachhaltiges Dorf Egnach, das grosse Beachtung erfahren wird. 


Das Areal und die Umgebung

Direkt beim Bahnhof liegt das ehemalige Thurella-Areal. Hier sollen unter nachhaltigen Kriterien 159 bezahlbare Wohnungen geschaffen werden. In einer ersten Etappe würden im westlichen Teil 65 Wohnungen gebaut. Weitere rund 94 Wohnungen mit Gewerbeanteil würden in einer zweiten Etappe entstehen. Auf dem Areal sind auch zwei denkmalgeschützte Gebäude, die in das Projekt integriert werden. Das eigentlich Spezielle an dem Projekt ist aber, dass damit ein Zentrum für Egnach definiert wird. Es ist die Chance ein Dorf (mit-)zubauen. Auf der anderen Seite des Bahnhof Richtung See hat es mit dem Luxburgerfeld ein weiteres, grosses Areal, das in den nächsten Jahren entwickelt wird. Im angrenzenden Einfamilienhausquartier ist ein Generationenwechsel im Gange. Mitten in diesem Quartier liegt die Luxburg.


Schaffen wir das Zukunftsdorf!

Ich steige in Egnach aus dem Zug und habe nur wenige Schritte bis zu meinem Zuhause. Dabei überquere ich den Dorfplatz und mache einen Abstecher in dem gemeinschafts- getragenen Dorfladen, der mit einem nachhaltigen Angebot aufwartet. Zuhause verräume ich die Einkäufe und strecke erstmal die Beine aus. Ich habe mich für eine eher verhältnis- mässig kleine Wohnung entschieden. Ich halte mich dafür häufig in den Gemeinschafts- räumen auf und freue mich über die dort möglichen Begegnungen oder verbringe Zeit mit Freunden, die auch in unserer ökologischen Siedlung, respektive im «Zukunftsdorf» wohnen. Heute habe ich mich für das Nachtessen so eingetragen, dass ich es fertig verpackt in Mehrweggeschirr mitnehmen kann. So spaziere ich schon bald zum im Fuss- distanz gelegenen Bodensee, wobei ich beim Gemeinschaftsgarten vorbeikomme, der unser «Dorf» mit Gemüse beliefert. Am See geniesse ich Essen und Sonnenuntergang. 


Das Projekt bietet nicht nur die Chance an einem Dorf mitzubauen, sondern es wird ein Beispiel dafür geschaffen, wie eine nachhaltige zukunftsfähige Gesellschaft aussehen wird. Das Zukunftsdorf nimmt die Zukunft vorweg. 


Die Ausgestaltung der Idee

Im «Dorf der Zukunft» soll Wohnraum für verschiedene Ansprüche entstehen, der in Bezug auf Nachhaltigkeit hohen Standards genügt. Es werden im Dorf der Zukunft mit verschiedenen Wohnungstypen unterschiedliche Zielgruppen angesprochen. Eine gute Durchmischung ist unabdingbar für eine positive Entwicklung der Gemeinde Egnach. 


Es wird mit Naturmaterialien wie Holz, Stroh, Hanf und Lehm (Low Tech) gebaut. Andererseits kommen modernste Technologien zum Zuge kommen (High Tech). Das Projekt eines Zukunftsdorfs wird den aktuellen Stand des Möglichen aufzeigen. Architektonisch wird es sich an Referenzprojekten orientieren, die eine hohe Qualität aufweisen. Weiter wird nicht nur Wohnraum, sondern auch Gewerberaum entstehen. So entsteht die Möglichkeit am gleichen Ort zu arbeiten und zu wohnen. Dies ist nicht nur für Vertreter*innen der Kreativwirtschaft und Selbständige interessant. Es zeigt sich gerade, dass dauerhafte Anwesenheit keine Voraussetzung ist für eine gute Kultur der Zusammenarbeit in einer Firma. Viele Firmen denken aktuell um und reduzieren ihre Büroflächen. Das Zukunftsdorf wartet darum mit einem Coworking-Space, Atelierräumen und Werkstätten auf. Der Aussenraum hat eine hohe Aufenthaltsqualität und fördert unter Beachtung von Massstäben aus der Permakultur die Biodiversität. 


Gemeinschaftsgetragene Aktivitäten (Gemeinschaftsräume, Lebensmittelladen, Gemüsekooperative, Urban Gardening, etc.) sorgen für Lebensqualität. Ein partizipativer Prozess wird dorthin führen, bei dem die zukünftigen Bewohner*innen mitentscheiden können, was ihnen wichtig ist. 


Die Prioritäten

Durchmischung

Die ganze Gesellschaft abbildend

Alterswohnungen, Clusterwohnungen für Singles und Patchwork-Familien, Nestwohnungen, Wohnungen für Gemeinschaften, Stockwerkeigentum, Wohneigentum auf Zeit

Kinderfreundlichkeit

Kinder sind unsere Zukunft

Naturnahe Kita, Indoor-Spielplatz, freie Schule

Aussenräume

Hier halte ich mich gerne auf

Sitzmöglichkeiten, Pergola, Segeltücher, Pizzaofen, Urban Gardening, Kunst

Biodiversität

Lebendige Natur gleich vor dem Haus

Permakultur, Gemeinschaftsgärten, Wildkräuter-Selbstbedienung, essbare Stadt, Urban Agriculture, Begrünung Dächer, Fassaden

Gewerbe

Wohnen und Arbeiten am gleichen Ort

Coworking-Space. Kleine Firmen, Start-Up's, Handwerk, Kreativwirtschaft. Kollaborative Modelle mit Einbezug der Bewohner*innen.  Gastronomielokal; lokal, saisonal, fleischarm, naturnah.  

Energie

Wir haben unser eigenes Kraftwerk

Passivhäuser, eigene Energieproduktion mit Sonne, Wind und Wasser

Baumaterialien

Wir bauen mit der Natur

Moderne Techniken mit Holz, Stroh, Lehm, Hanf / Baustoff-Recycling

Verkehr

Gut angebunden durch vernetzte Systeme

Car-Sharing, E-Ladestationen, Anbindung öffentlicher Verkehr, verkehrsfreie Zonen mit hoher Aufenthaltsqualität

Smart City

Nachhaltig dank modernster Technologie

Internet der Dinge, Digitalisierung


Weitere Möglichkeiten

Abwasser-Trennung und -Aufbereitung an Ort / Barrierenfreiheit / Begegnungsfördernde Architektur / Begrünung Dächer, Fassaden / Beleuchtung durch Bewegungsmelder gesteuert (Aussen - und Innenräume) / Gute Dämmung / Elektrobiologie: Abschirmung, ausschaltbare Stromkreise in den Schlafzimmern / Energiegewinnung (-genossenschaft): Plusenergiehaus, Photovoltaik, Solarziegel, Wasserkraftwerk See (geplant), Erdsonden + Freeclooling (mit Bodenheizung), Wärmepumpe, Solarwarmwasser (Vakuumröhren) / Erschliessung über aussen (ermöglicht Begrünung mit Kletterpflanzen) / Fahrradsharing / Funktionales Wohnen / Gemeinschaftsgärten, Wildkräuter- Selbstbedienung, essbare Stadt, Urban Agriculture / Gemeinschaftsküche/-gastronomie / Gemeinschaftsräume/-zentrum / Gemüsekooperative / Holzofen: Mehrstöckig, "Warmer Kern" / Informationszentrum / Jugendraum / Tools für Gemeinschaftsbildung, Konfliktmoderation / Kultur, Quartierfeste / Licht Aussenräume: dimmbar,  mit Bewegungsmeldern, insektenfreundlich / Lokalwährung, Tauschbörse, Marktplatz / Nutzungsdichte: Wohnungsgrössen, Flächenreduktion / Nutzungsflexibilität: Clusterwohnungen, vers. Wohnungstypen, bewegliche Wohnungen / Versickerung Wasser / Vogelschutzfenster


Architektur

Das Zukunftsdorf ist einzigartig! Durch die Architektur, die Aussenraumgestaltung und Kunst im öffentlichen Raum wird ein sehr hoher Wiedererkennungswert geschaffen. Dies unterstützt die Vermarktung.


Merkmale: Hohe Aufenthaltsqualität Aussenräume / Dorfplatz: Wiedererkennungswert, Kunst, futuristisch, Dom, Kuppelbau, Baumhäuser, Tanzlinde / Moderne, vielleicht gar futuristische Architektur / Beleuchtung mit innovativem Lichtdesign (mit Dimmern, die ein ein bisschen wie von Zauberhand angehen) 


Zusammenfassung der Ziele

  • Leuchtturmprojekt für die Schweiz

  • Modellcharakter

  • Aufzeigen von Möglichkeiten

  • Fokus auf Nachhaltigkeit und dem Sozialen

  • Partizipation


Ziele des Prozesses (zwei Jahre ab Sommer 2021)

  • Sensibilisierung der Bevölkerung für das Potential der Entwicklung rund um den Bahnhof Egnach. 

  • Das Leuchtturmprojekt prägt eine positive Entwicklung von Egnach mit. Sowohl Egnacher*innen wie auch Zuzüger*innen sollen im Zukunftsdorf wohnen wollen. 

  • Organisation von an einer positiven Entwicklung interessierten Personen in einer Interessensgemeinschaft, respektive einem Verein.

  • Finden einer der Grösse des Projektes entsprechenden Gruppe von zukünftigen Bewohner*innen, die ein nachhaltiges Projekt an dieser Lage überhaupt erst möglich machen. 

  • Finden von Investoren,  die das Projekt mittragen


Partnerorganisationen, Kollaborationen

Die Gemeinde Egnach kann auf dem Flyer der Veranstaltungen und der Webseite auf ihren Wunsch ihr Logo platzieren. Auch sind Vertreter*innen der Gemeinde eingeladen an Gesprächsrunden teilzunehmen, die im Rahmen der Veranstaltungen stattfinden. Auch die entwickelnden Generalunternehmungen sind herzlich eingeladen, auf den Drucksachen und an den Veranstaltungen präsent zu sein.


Wir gehen Kollaborationen ein mit lokalen und nationalen Organisationen im Bereich Nachhaltigkeit um mehr Menschen zu erreichen. 

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